7 Fehler, die du beim Sprachaustausch nicht machen solltest

von Maria Inês Teixeira
June 16, 2020

Die richtige Einstellung, Organisation und Neugier: Das sind die geheimen Zutaten für einen erfolgreichen Sprachaustausch. Mit der richtigen Einstellung können Sprachtreffen produktiv, aufregend, motivierend und sogar eine tolle Gelegenheit sein, Freundschaften zu schließen. Es wäre aber eine Lüge zu behaupten, dass dabei niemals etwas schiefgeht.

Diese 7 Fehler solltest du vermeiden

1. Du wählst eine Art Austausch, die nicht zu dir passt

Viele von uns denken an laute Treffen und größere Veranstaltungen, wenn man über Sprachtreffen spricht. Aber so muss es nicht sein. Wenn du jemand bist, der eine intimere Atmosphäre braucht und lieber bei einem Kaffee über Literatur spricht, dann plane am besten ein Treffen mit nur einem Austauschpartner, der die gleichen Interessen hat wie du. Finde heraus, welche Art der sozialen Interaktion am besten zu dir passt und suche deine zukünftigen Treffen danach aus! Für jeden Persönlichkeitstyp gibt es das richtige Sprachaustauschprogramm.

2. Du hast kein klar definiertes Ziel

Du musst jetzt keine endlos lange Liste mit Zielen machen oder überfordernde Bedingungen definieren, bevor du zu einem Sprachtreffen gehst. Denn letztendlich ist die Hauptidee dabei, eine neue Sprache zu lernen und Spaß dabei zu haben. Wenn du vorher jedoch nicht für dich festgelegt hast, was du erreichen möchtest, kann es dazu kommen, dass dein Sprachpartner die ganze Zeit spricht und du dich blockiert fühlst. Entscheide deswegen vorher, welche Sprache du üben und welche Schwachstelle du speziell angehen willst: Möchtest du generell dein Selbstvertrauen stärken? Natürlicher klingen? Dein Grammatikwissen besser anwenden? Es muss nicht zu spezifisch sein. Ein einfaches Ziel reicht völlig aus.

3. Du beginnst das Gespräch auf Englisch

Sofern Englisch nicht deine Zielsprache ist, vermeide es, das Gespräch damit zu beginnen. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Du würdest damit erstens ein Interaktionsmuster festlegen. Dadurch wird es sehr schwer, in eine andere Sprache zu wechseln und diese als eure Hauptsprache zu verwenden. Zweitens wird es euch schwerfallen, plötzlich in der Zielsprache zu sprechen, um diese zu üben. Und drittens ist es sehr wahrscheinlich, dass du dich wesentlich unwohler fühlst, vom Englischen in eine andere Sprache überzugehen, als wenn du das Gespräch einfach gleich in deiner Zielsprache beginnst.

4. Du traust dich nicht, der anderen Person zu sagen, dass du jetzt dran bist

Denk daran, dass du und dein Sprachpartner aus dem gleichen Grund da seid: Ihr wollt sicherer in einer Fremdsprache werden. Es sollte dir nicht peinlich sein, deinem Gegenüber zu sagen, was du möchtest! Wenn du merkst, dass du nicht genug sprichst, frag einfach direkt („Ist es okay, wenn ich jetzt ein bisschen Spanisch spreche? Ich habe den Eindruck, dass ich echt üben muss und damit könntest du mir helfen. Ich habe normalerweise nicht die Möglichkeit, Spanisch zu sprechen.“). Genauso sollte es dir nicht peinlich sein, wenn die andere Person dich, deine Grammatik oder etwas anderes korrigiert. Du bist da, um zu lernen! Gib deinen Sprachpartnern Hinweise, wie sie dir helfen können.

5. Du machst dir währenddessen keine Notizen

Stell dir vor, du hast eine tolle Zeit, wenn du mit deinen Tandempartnern sprichst, musst aber ab und zu ein paar Wörter mit deinem Smartphone nachschlagen. Das ist absolut normal. Die Frage ist jetzt aber: Schreibst du dir die Wörter auf, die du ständig brauchst und dir nie merken kannst? Wenn nach Hause kommst, erinnerst du dich daran, dass du sie irgendwo aufschreibst? Vielleicht kannst du ja Flashcards damit machen, um sie später zu wiederholen. Das kann deinem Vokabular eine richtigen Boost verpassen!

6. Du korrigierst die andere Person die ganze Zeit

Ja, wir lieben Sprachtreffen wegen des Feedbacks und weil wir viel schneller lernen. Trotzdem nehmen es einige Personen nicht so gut auf, wenn andere sie ständig korrigieren, vor allem, wenn sie dadurch unterbrochen werden. Frag dein Gegenüber einfach, ob er oder sie bei Fehlern korrigiert werden möchte, am besten noch bevor ihr anfangt zu sprechen. Eine andere Möglichkeit wäre, ihnen am Ende zu sagen, was sie verbessern können.

7. Ihr trefft euch einmal … und dann nie wieder

Das ist der schwierigste Teil beim Sprachaustausch: Kontinuität. Wir haben nicht immer die Zeit regelmäßig zu Meetups, Onlinechats und Kaffeedates zu gehen. Dabei ist es sehr wichtig, wenigstens unseren Lieblingstandempartner gelegentlich zu treffen oder mal 30 Minuten zu quatschen. Kontinuität hilft uns dabei dranzubleiben. Mal ganz davon abgesehen, machst du auch riesige Fortschritte, wenn ihr diese Verlegenheit des ersten Treffens hinter euch gelassen habt und ihr euch beide nun sehr wohlfühlt. Jetzt, da du mehr darüber erfahren hast, welchen Hindernissen Lernenden beim Sprachaustausch begegnen: Bist du bereit, dein nächstes Treffen online zu planen? Denk immer daran: Seid offen, neugierig und legt ein paar Punkte fest, bevor ihr anfangt zu sprechen!

Beginne noch heute mit dem Lernen

Wenn du nochmal ein bisschen üben möchtest, bevor du deinen Tandempartner triffst, komm auf die Lingoda-Homepage und melde dich für unseren kostenlosen siebentägigen Probekurs an. Du kannst entscheiden, ob du Englisch, Deutsch, Spanisch oder Französisch lernen möchtest!

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