Ist weniger Social Media-Konsum der Schlüssel zum Glücklichsein?
von Laura Jones
July 01, 2019

Weniger ist mehr? Wenn es um soziale Medien geht, auf jeden Fall.

Zugegeben, es ist sehr schwer, ohne sie zu leben: Wir bleiben über sie mit unseren Freunden in Kontakt, verfolgen die Nachrichten und noch vieles mehr. Wir schlagen dir also nicht vor, sie ganz aufzugeben. Trotzdem: Es ist so einfach, jedes Mal, wenn wir gelangweilt oder abgelenkt sind, aus Gewohnheit mal schnell die verschiedenen Social-Media-Kanäle zu öffnen. Aber indem wir das tun, verpassen wir so viel. Wir verschwenden unsere Zeit, unsere Energie und großartige Gelegenheiten, etwas Tolles und Sinnvolles zu tun – wie eine Sprache zu lernen.

Schauen wir uns zusammen an, was wir meinen, wenn wir sagen: Weniger ist mehr!

Weniger Stalken, mehr Sprechen

Stalken ist gemeinhin auch als ins Kaninchenloch des Internets fallen bekannt. Wir müssen plötzlich alles über die fremde Person wissen, die gerade dieses Foto in den Sozialen Medien gepostet hat. Also schauen wir uns ihren YouTube-Kanal und ihren Twitter-Account an und suchen sie auf Facebook. Wir jagen die Person regelrecht in irgendwelchen Tratsch-Foren. Wir opfern unseren gesamten Abend, um so viel wie möglich über eine Person, die wir niemals getroffen haben, herauszufinden.

Während dieser ganzen Zeit hätten wir auch einfach mit der Person uns gegenüber sprechen können. Oder mit dem Kellner, falls wir in einem Restaurant sind. Indem wir mit den Menschen um uns herum sprechen, erfahren wir mehr über die Personen und die Orte, die wir im echten Leben sehen. Außerdem können wir so unsere Sprachfähigkeiten trainieren, wenn wir zufällig gerade im Ausland sind.

Weniger Kommentare, mehr Komplimente

„Ooooh, ich MUSS dieses Foto, das diese Person, die ich niemals getroffen habe, gerade hochgeladen hat, von einer Sache, die ich niemals kaufen werde, kommentieren!“ Echt jetzt? Manchmal müssen wir innehalten und uns fragen: „Was soll das?“ Nicht auf eine pessimistische und trübselige Art und Weise, sondern ganz ehrlich: „Was bringt mir das?“ Im Falle von Sozialen Medien bringt es dir oft gar nichts, ein Foto von sonstwem zu kommentieren.

Anstatt also eine Nachricht unter einem Foto von einem Fremden zu hinterlassen, dreh dich einfach mal um und mach jemandem ein Kompliment für sein Sprechen. „Dein Akzent im Deutschen ist toll!“ Das Lächeln, das du bekommst, und die Freude, die du damit auslöst, sind wesentlich bereichernder.

Weniger Likes, mehr Leben

„Warum haben nur vier Personen mein Foto geliket? Vielleicht, wenn ich ein paar Fotos von anderen Leuten like, liken sie auch meine.“ Ja, vielleicht machen sie das. Aber lässt dich das dich besser oder erfüllter fühlen?

Unwahrscheinlich.

Dich weniger um Likes in der virtuellen Welt zu kümmern, lässt dir mehr Zeit für die Leute, die du im wahren Leben magst. Eine tolle Zeit mit Menschen zu verbringen ist viel lebensbejahender, als Likes von irgendwelchen Fremden zu bekommen.

Weniger Faken, mehr Machen

Es ist nichts Neues, dass das, was wir in den Sozialen Medien sehen, nicht die ganze Wahrheit ist. Bei dem wunderschönen Foto vom Strand auf Bali hat man den Ausschnitt genau so gewählt, dass gerade so das Meer aus Müll nicht mehr mit drauf ist. Die Person auf YouTube, die von sich behauptet, sie könne sieben Sprachen fließend sprechen, kann in Wirklichkeit nur ein Bier in sieben Sprachen bestellen. (Nützlich, aber nicht wirklich fließend.)

Je weniger Zeit wir damit verbringen, Teile unseres Lebens zu faken, desto mehr Zeit haben wir für die wirklich wichtigen Dinge. So können wir etwas tatsächlich machen, statt es zu faken. Nimm dir also lieber eine halbe Stunde mehr, um eine Sprache zu lernen, statt die gleiche Zeit dafür zu verwenden, ein Foto für Instagram zu bearbeiten. Das nächste Mal, wenn du dann an deinem liebsten Urlaubsort bist, kannst du mehr machen als nur ein Bier zu bestellen.

Weniger Vergleichen, mehr Konzentrieren

„Warum sehe ich nicht so aus? Warum kann ich mir nicht jede Woche ein neues Kleid leisten? Warum scheint er um 2 Uhr morgens immer noch unterwegs und wirkt am nächsten Morgen total frisch?“ Die Sozialen Medien sind der perfekte Nährboden für Vergleiche von Aussehen, Lifestyle oder Karriere. Aber wir sollten zwei Dinge nicht vergessen. Erstens: Viele der Fotos, die du siehst, zeigen nur die halbe Wahrheit und zweitens: Es ist egal, was andere Leute machen, wenn es dich nicht betrifft.

Stattdessen sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die unsere Leben tatsächlich besser machen. Wie eine Sprache zu lernen. Es ist ziemlich schwierig, russische Verben zu konjugieren, wenn du dich immerzu ablenken lässt. Und wir sollten nun wirklich nicht unsere Sprachkenntnisse mit denen von anderen vergleichen. Lassen wir die Vergleiche in den Sozialen Netzwerken!

Weniger Emojis, mehr Energie

Wie viel Zeit verbringst du damit, das richtige kleine gelbe Gesicht zu finden, das ganz genau darstellt, wie du dich gerade fühlst? Wir verschwenden sehr viel Zeit damit, zu versuchen, uns mit kleinen Bildchen auszudrücken. Die Zeit, die wir mit Suchen vergeuden, könnten wir so viel besser nutzen.

Wir könnten zum Beispiel ein paar mehr Vokabeln lernen. Ein bisschen mehr zu lernen könnte dir dabei helfen, tatsächlich auszudrücken, was du fühlst, anstatt dass du auf kleine Cartoons zurückgreifen musst, um das zu tun. Das könnte dich ekstatisch oder entzückt fühlen lassen oder du könntest dich wie ein Schneekönig darüber freuen.

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