Sprachen lernen: Diese 4 Dinge hätte ich gern früher gewusst
von Erin McGann
November 11, 2020
Sprachen lernen: Diese 4 Dinge hätte ich gern früher gewusst

Ich lerne jetzt seit fünf Jahren Deutsch, habe während meiner gesamten Schul- und Unizeit Französisch gelernt (danke, Kanada!). An diesem Punkt fühle ich mich bereit, mal meine Sprachlernerfahrungen Revue passieren zu lassen: Ich habe definitiv nicht alles richtig gemacht, vor allem nicht beim Deutschlernen, was ich erst später angefangen habe und was noch immer läuft!

Diese 4 Dinge solltest du vermeiden, wenn du anfängst, eine Sprache zu lernen

1. Vergiss erstmal die ganzen Apps

Als feststand, dass wir nach Deutschland ziehen, hab ich direkt ein paar Sprach-Apps heruntergeladen. Ich meine, das klingt nach einer guten Idee, oder? Kostenlos und schnell. Einige Monate später aber, als ich dann in Deutschland ankam, stellte ich fest, dass diese vielen Monate, in denen mich eine grüne Eule ständig ermahnt hatte, überhaupt nichts einfacher machten. Ich konnte ein paar Wörter auf einer Speisekarte und das Kloschild verstehen, aber das war’s dann auch schon. Als ich dann anfing, richtigen Sprachunterricht zu nehmen, begriff ich, wie sehr ich in den letzten Monate meine Zeit verschwendet hatte. Von der Grammatik und Aussprache hatte ich absolut keine Ahnung. Wenn du eine Sprache wirklich beherrschen und sprechen willst, beginne lieber direkt mit richtigen Sprachkursen, die von Muttersprachlern unterrichtet werden, wie zum Beispiel die von Lingoda.

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2. Wenn du irgendwohin ziehst, lern vorher so viel wie möglich

Ich hatte damals ein paar Monate Zeit, bevor wir nach Deutschland gezogen sind und wie ich schon gesagt habe, hatte ich mich damals für Apps zum Sprachenlernen entschieden. Obwohl ich viel Zeit darauf verwendet hatte, waren sie nicht wirklich effektiv. Außerdem hörten mein Mann und ich noch Podcasts, aber mehr auch nicht. Das reicht aber bei weitem nicht aus! Meine ersten Monate in Deutschland hätten so viel einfacher sein können, wenn ich Deutschunterricht gehabt, deutsche Filme und Sendungen und mehr deutsche Musik gehört hätte. Vielleicht hätte ich die Maler in unserer ersten Wohnung dann nicht gebeten, statt der Küche den Kuchen zu streichen?

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3. Setz dir eine Deadline für ein realistisches Ziel

Ich sage zwar die ganze Zeit „Nimm Sprachunterricht!“ und das ist auch schön und gut, aber man ist einfach schnell frustriert. Daher solltest du dir einen Plan machen. Dabei kannst du natürlich nicht davon ausgehen, die Sprache innerhalb eines Jahres perfekt zu beherrschen. Das ist im Normalfall nicht realistisch. Blockier dir deine Kursstunden und schau, wie weit du damit kommt. Setz dir zum Ziel, neue Stunden zu buchen, sobald du deine Sprachprüfung abgelegt hast. Bleib am Ball und sieh immer nach vorn: Gleichzeitig mit deinen ersten B-Kursen, solltest du auch einen Kochkurs in deiner Zielsprache buchen oder einen Urlaub in einem Land, in dem man die Sprache spricht.

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4. Denk daran: Es wird lange dauern

Ich kann dir versprechen, dass es Tage geben wird, an denen du aufgeben möchtest. Du lernst seit zwei Jahren die Sprache und ein angebliches „einfaches“ Gespräch geht total daneben. (Ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, als der Verkäufer im Weingeschäft „Hühnchen“ nicht verstanden hat und das zwei Jahre, nachdem ich nach Deutschland gezogen war.) Nichts ergibt wirklich Sinn und du bist einfach erschöpft vom ständigen Versuchen. Glaub mir, ich weiß, wie das ist. Sehr gut sogar. Es ist so einfach zu vergessen, wie weit du schon gekommen bist. Und es ist nur natürlich, dich selbst immer wieder anzutreiben und immer mehr von dir selbst zu erwarten. Aber erinnere dich doch mal an die Zeit, als dir schon ein simples Gespräch mit einem Kellner Angst gemacht hat oder du die Speisekarte ohne Google Übersetzer gar nicht erst verstehen konntest.


Eine Sprache zu lernen ist ein Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt. Wichtig dabei sind natürlich Kontinuität und Disziplin, aber auch auf dich zu achten, nachsichtig mit dir selbst zu sein. Ich bin noch lange nicht so weit, wie ich erwartet hätte, aber ich bleibe dran. Und wenn meine Freunde mich in Deutschland besuchen, sind sie jedes Mal beeindruckt, wie gut ich schon spreche. Ich finde das zwar total komisch, aber alles ist relativ. Also, mach einfach immer weiter und irgendwann bist du am Ziel

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