So nutzt du Neujahrsvorsätze beim Sprachenlernen

Von Adriana Stein
December 4, 2020

Die Aufregung um Silvester ist vorbei und der Moment ist gekommen, um deine guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Wenn dein Ziel ist, eine Sprache zu lernen und fließend zu sprechen, dann stellt sich die Frage, wie dies zu deiner neuen, langfristigen Lerngewohnheit werden kann. Hier sind die besten Tipps, um deine Sprachlernziele in 2021 zu erreichen – und auch danach.

6 Methoden, um deinen Neujahrsvorsatz beim Sprachenlernen in die Tat umzusetzen

1. Setze dir realistische Etappenziele

Ganz egal, welches Ziel du dir gesetzt hast, – es muss realistisch sein, denn sonst wirst du es nicht schaffen. Beim Sprachenlernen ist es durchaus ein realistisches Ziel, fließend zu sprechen. Aber um so weit zu kommen, musst du den Prozess in erreichbare Meilensteine aufteilen.

Eine Möglichkeit hierfür ist, eine bestimmte Zeit mit einem spezifischen GER-Niveau zu kombinieren. Nehmen wir zum Beispiel an, dass du ganz neu angefangen hast, Deutsch zu lernen, was bedeutet, dass dein GER-Niveau A1.1 ist. Obwohl es tatsächlich möglich ist, mit dem Lingoda-Sprachlernsprint innerhalb von drei Monaten fließend zu sprechen, ist das vielleicht nicht das Tempo, in dem du gerne lernen möchtest. Stattdessen könntest du zweimal pro Woche Deutschunterricht nehmen, womit du innerhalb von zwei Monaten das Niveau A2.1 erreichst.

Egal, wie du deine Etappenziele setzt, – achte unbedingt darauf, dass sie langfristig machbar sind. Buche lieber weniger Unterrichtsstunden, an denen du auch wirklich teilnimmst, als zu viele Stunden, von denen du dich schnell überfordert fühlst und womöglich aufgibst. Wenn du im Januar beginnst, empfehle ich dir, langsamer anzufangen und herauszufinden, was für dich machbar ist. Später kannst du dann aufstocken, wenn du schneller lernen möchtest.

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2. Integriere das Lernen in deinen Tagesablauf

Dies ist unmittelbar mit deinen Etappenzielen verbunden. Am besten lernst du eine Sprache, wenn du sie entspannt in deinen Tagesablauf integrierst. Lingoda bietet dir durch den Online-Unterricht die Möglichkeit, überall und jederzeit Unterricht zu nehmen. Aber du musst entscheiden, wann es für dich persönlich am besten ist zu lernen. Wenn du ein Frühaufsteher bist, ist es wahrscheinlich für dich einfach, gleich morgens Unterricht zu nehmen. Oder wenn du weißt, dass es mittwochs im Büro immer etwas ruhiger zugeht, dann ist der Mittwochabend sicher eine gute Zeit für deinen Unterricht.

Im Grunde sollte dein Unterrichtsplan dich nicht in anderen Bereichen deines Lebens beeinträchtigen, damit das Lernen dich nicht überfordert.

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3. Lerne jeden Tag ein bisschen

Du musst zwar nicht täglich Unterricht nehmen, um deine Neujahrsvorsätze zu erfüllen, aber du wirst leichter deine Ziele erreichen, wenn du jeden Tag ein bisschen machst. Das können ganz einfache Dinge sein. Schaue deine Filme und Serien einfach in deiner Zielsprache (oder stelle Untertitel ein). Oder höre einen Podcast beim Kochen oder Spazierengehen. Kleine Dinge können viel bewirken. Tatsächlich entsprechen 15 Minuten pro Tag – über ein Jahr lang – 91 Stunden. Du kannst dich also darauf verlassen, dass es deine Sprachfertigkeiten deutlich verbessern wird.

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4. Beschäftige dich mit Themen, die dir Spaß machen

Es ist langweilig, Themen zu behandeln, die dich nicht interessieren. Und wenn etwas langweilig ist, dann macht man es nicht. Die beste Art, deinen Neujahrsvorsatz zu erfüllen, also eine neue Sprache zu lernen, ist daher, dass dir das Lernen so viel Spaß wie möglich macht. Selbst wenn du eine Sprache für die Arbeit lernst und dich auf Begriffe aus dem Geschäftsbereich konzentrieren musst, kannst du das mit Themen kombinieren, die dich persönlich interessieren.

Das war übrigens eine Methode, die ich als Englischlehrerin im Unterricht angewendet habe. In unserer ersten Stunde habe ich die Teilnehmenden gefragt, weshalb sie Englisch lernen müssen und welche Themen sie interessieren (auch außerhalb der Arbeit). Meine Stunden habe ich dann darauf aufgebaut. Es hat gut funktioniert, denn wenn man ein Thema spannend findet, fällt es leichter, darüber zu sprechen und es fühlt sich weniger nach „lernen“, sondern mehr wie ein „interessantes Gespräch“ an.

Wenn du mit Lingoda lernst, dann kannst du diesen Aspekt steuern, denn du wählst deine Lern-Themen immer selbst aus. Ich empfehle eine Mischung, je nach deinem Ziel. Das kann zum Beispiel Geschäftliches, Grammatik, Sprechen oder Schreiben beinhalten, aber auch Ungewöhnliches, wie Mythologie oder Philosophie.

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5. Leg kleine Pausen ein

Vergiss nicht, was ein guter Urlaub ausmachen kann. Das trifft auf eine gesunde Work-Life-Balance genauso zu wie aufs Sprachenlernen. Besonders, wenn du eine Sprache schnell lernst und komplexe Grammatikstrukturen verstehen möchtest. Als ich genau dieses Problem beim Deutschlernen hatte, half es mir sehr, mein Lehrbuch für ein oder zwei Tage beiseitezulegen und wirklich gar nicht mehr daran zu denken. Als ich mir das Thema frisch und ausgeruht noch einmal angesehen habe, konnte ich es viel leichter verstehen.

Ich stand beim Sprachenlernen schon auf beiden Seiten – als Lehrerin und als Schülerin – und es ist klar, dass man eine Mischung aus Regelmäßigkeit und langfristigem Einsatz braucht. Aber gleichzeitig darf man sich auch nicht durch Perfektionismus überfordern, sodass man das Interesse verliert.

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6. Sei nicht zu streng mit dir

Je weniger wir etwas von uns erwarten, desto leichter fällt es uns, dies tatsächlich zu erledigen. Komisch, oder? Anders gesagt: Stell es dir als den perfekten Vorgesetzten im Büro vor. Wird man stark unter Druck gesetzt, muss strenge Deadlines befolgen und wird ins kleinste Detail durchorganisiert, leistet man selten gute Arbeit. Die meisten von uns bevorzugen es, sich ihre Zeit selbst einzuteilen und in ihrem eigenen Rhythmus zu arbeiten, ohne ständig kontrolliert zu werden.

Was ich damit sagen möchte: Bitte werde beim Sprachenlernen nicht zu deinem eigenen peniblen Vorgesetzten! Gib dir die Freiheit, deinen Lernplan anzupassen, Spaß beim Lernen zu haben, Pausen einzulegen, wenn du sie brauchst, und auch mal Fehler zu machen. Nicht nur lernst du so mehr, sondern du befindest dich auf direktem Weg, deinen Neujahrsvorsatz fürs Sprachenlernen für das nächste Jahr und danach zu erfüllen.