Die besten Beleidigungen auf Englisch

Die besten Beleidigungen auf Englisch

Von Erin McGann
Aktualisiert am 04.05.2022

Wenn man mal darüber nachdenkt, dann ist es relativ schwierig, jemanden auf Englisch zu beleidigen. Man möchte eine gewisse Abneigung mit seinen englischen Beleidigungen zum Ausdruck bringen, diese aber vielleicht gleichzeitig durch Abstufungen der Verärgerung differenzieren. Manchmal möchte man jemanden freundlich beleidigen, dabei aber auch ein bisschen Humor zeigen. Die Schattierungen von Beleidigungen in einer Fremdsprache sind eine Wissenschaft für sich. Hier zeigen wir dir die besten modernen und alten englischen Beleidigungen.

1. Kreative Beleidigungen auf Englisch
2. Starke Beleidigungen
3. Historische Beleidigungen
4. Necken vs. in eine Schlägerei geraten
5. Sich selbst beleidigen

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Fünf Arten, wie man jemanden auf Englisch beleidigt

1. Kreative Beleidigungen auf Englisch

Nehmen wir an, du möchtest jemanden beschimpfen, aber nicht sofort in eine Prügelei geraten. Natürlich kommt es hier auf den Ton an, aber wenn du jemanden asshole nennst, wird dies nie auf die leichte Schulter genommen. Wenn jemand etwas Unpassendes sagt, dann kannst du immer erwidern: “Don’t be an idiot.” Andere freundlichere und “mildere” Wörter wären jerk, twit oder moron. Du könntest aber auch sagen: Don’t be stupid. Natürlich funktionieren hier auch andere Wörter mit ähnlicher Bedeutung, wie zum Beispiel dumb oder thick. Es ist äußerst mild, Don’t be silly. zu sagen und wohl kaum eine Beleidigung.

2. Starke Beleidigungen

Wenn du aber Fahrrad fährst und dabei fast überfahren wirst, dann braucht es schon einen kräftigeren Ausdruck. Ich persönlich habe erst kürzlich Oi! You pillock! geschrien, als ein Autofahrer ohne zu schauen auf den Fahrradweg fuhr. Pillock sowie git, bell end, knobhead und berk sind britische Schimpfwörter. Es war relativ klar, dass ich sauer war. Auch wenn die Leute nicht wissen, dass pillock ein 400 Jahre alter Euphemismus für Penis ist, so verstehen sie doch, dass ich wütend auf sie bin.

Als ich noch in Nordamerika gelebt habe, war der Begriff assface speziell für eine solche Situation meine Lieblingsbeleidigung. Es ist genau das richtige Maß an fies. Wahrscheinlich wirst du nie mit jemandem Freundschaft schließen, nachdem du sie oder ihn mit einem dieser Wörter beleidigt hast, also wähle deine Worte mit Bedacht.

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3. Historische Beleidigungen

Uralte englische Beleidigungen eignen sich hervorragend dazu, jemanden mit einer Beleidigung gleichzeitig zu ärgern und zu verwirren. Meine persönlichen Favoriten sind unter anderem lubberwort (eine faule Person, basierend auf einer imaginären Pflanze, die angeblich Lethargie verursacht), loiter-sack (ein Penner), fopdoodle (ein dummer Mann), gnashnab (jemand, der sich pausenlos beklagt) und fustylugs (eine Frau, die etwas ungepflegt ist). Allgemein werden die meisten wohl die Bedeutung dieser Ausdrücke nicht kennen, aber du kannst einer Beleidigung noch zur Erklärung ein Well, actually … hinterherschieben. Das ist gleich doppelt beleidigend.

4. Necken vs. in eine Schlägerei geraten

Besonders in Großbritannien gibt es einen Plauderton, den man in Pubs oder überall dort antrifft, wo der Alkohol fließt. Dazu gehört eine Art von verbalem Geplänkel, auch friendly banter genannt, auch wenn es eigentlich ein bisschen bedrohlich ist und auch mal böse ausgehen kann. Oft sind hierbei ein paar Männer involviert, die einander Beleidigungen an den Kopf werfen und über wichtige politische Themen oder über belanglose Themen wie die besten Chips-Geschmacksrichtungen diskutieren. Die Beleidigungen schaukeln sich dann ein wenig hoch, wobei der beleidigten Person darüber gesagt wird, dass es ja schließlich alles nur ein wenig friendly banter ist. Dies kann sich schnell zu echten Beleidigungen entwickeln und ist nur schwer einzuschätzen, wenn man kein Englisch-Muttersprachler ist – und selbst wenn doch, dann kann es schwierig sein. Teilnahme nur mit äußerster Vorsicht!

5. Sich selbst beleidigen

Englisch-Muttersprachler haben die lustige Angewohnheit, sich selbst zu beleidigen. Oh, I’m such an idiot, I forgot my reusable shopping bags. mag vielleicht etwas extrem klingen, oder? Es ist aber absolut normal. Meistens bleiben diese Beleidigungen im freundlichen Bereich, und ich kenne niemanden, der sich selbst asshole oder Schlimmeres genannt hat.

Jetzt kennst du also einige der besten englischen Beleidigungen. Achte aber bitte darauf, bei wem du sie verwendet – schließlich willst du die Leute ja nicht vor den Kopf stoßen.

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Erin McGann ist eine freiberufliche kanadische Autorin mit den Schwerpunkten Reisen, Leben im Ausland, Elternschaft, Geschichte und Kultur. Nachdem sie fast ein Jahrzehnt in Großbritannien gelebt hatte, ließ sich Erin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Heidelberg, Deutschland, nieder. Sie schleppt ihre Familie häufig in Schlösser und Freilichtmuseen, näht gern und macht Bogenschießen. Schau mal bei ihrem Reiseblog vorbei und folge ihr auf Instagram, wo sie am liebsten Fotos von Fachwerkhäusern postet.