Die besten Beleidigungen auf Englisch

von Erin McGann
August 25, 2020

Wenn man mal darüber nachdenkt, dann ist es relativ schwierig, jemanden auf Englisch zu beleidigen. Man möchte eine gewisse Abneigung mit seinen englischen Beleidigungen zum Ausdruck bringen, diese aber vielleicht gleichzeitig durch Abstufungen der Verärgerung differenzieren. Manchmal möchte man jemanden freundlich beleidigen, dabei aber auch ein bisschen Humor zeigen. Die Schattierungen von Beleidigungen in einer Fremdsprache sind eine Wissenschaft für sich. Hier zeigen wir dir die besten modernen und alten englischen Beleidigungen.

Wie man jemanden auf Englisch beleidigt

1. Schimpfwörter

Nehmen wir an, du möchtest jemanden beschimpfen, aber nicht sofort in eine Prügelei geraten. Natürlich kommt es hier auf den Ton an, aber wenn du jemanden “asshole” nennst, wird dies nie auf die leichte Schulter genommen. Wenn jemand etwas Unpassendes sagt, dann kannst du immer erwidern: “Don’t be an idiot.” Andere freundlichere und “mildere” Wörter wären “jerk”, “twit” oder “moron”. Du könntest aber auch sagen: “Don’t be stupid.” Natürlich funktionieren hier auch andere Wörter mit ähnlicher Bedeutung, wie zum Beispiel “dumb” oder “thick”. Es ist äußerst mild, “Don’t be silly.” zu sagen und wohl kaum eine Beleidigung.

2. Was für eine Beleidigung!

Wenn du aber Fahrrad fährst und dabei fast überfahren wirst, dann braucht es schon einen kräftigeren Ausdruck. Ich persönlich habe erst kürzlich “Oi! You pillock!” geschrien, als ein Autofahrer ohne zu schauen auf den Fahrradweg fuhr. “Pillock” sowie “git”, “bell end”, “knobhead” und “berk” sind britische Schimpfwörter. Es war relativ klar, dass ich sauer war. Auch wenn die Leute nicht wissen, dass “pillock” ein 400 Jahre alter Euphemismus für Penis ist, so verstehen sie doch, dass ich wütend auf sie bin.

Als ich noch in Nordamerika gelebt habe, war der Begriff “assface” speziell für eine solche Situation meine Lieblingsbeleidigung. Es ist genau das richtige Maß an fies. Wahrscheinlich wirst du nie mit jemandem Freundschaft schließen, nachdem du sie oder ihn mit einem dieser Wörter beleidigt hast, also wähle deine Worte mit Bedacht.

3. Historische Beleidigungen

Uralte Beleidigungen eignen sich hervorragend dazu, jemanden mit einer Beleidigung gleichzeitig zu ärgern und zu verwirren. Meine persönlichen Favoriten sind unter anderem “lubberwort” (eine faule Person, basierend auf einer imaginären Pflanze, die angeblich Lethargie verursacht), “loiter-sack” (ein Penner), “fopdoodle” (ein dummer Mann), “gnashnab” (jemand, der sich pausenlos beklagt) und “fustylugs” (eine Frau, die etwas ungepflegt ist). Allgemein werden die meisten wohl die Bedeutung dieser Ausdrücke nicht kennen, aber du kannst einer Beleidigung noch zur Erklärung ein “Well, actually …” hinterherschieben. Das ist gleich doppelt beleidigend.

4. Necken vs. in eine Schlägerei geraten

Besonders in Großbritannien gibt es einen Plauderton, den man in Pubs oder überall dort antrifft, wo der Alkohol fließt. Dazu gehört eine Art von verbalem Geplänkel, auch “friendly banter” genannt, auch wenn es eigentlich ein bisschen bedrohlich ist und auch mal böse ausgehen kann. Oft sind hierbei ein paar Männer involviert, die einander Beleidigungen an den Kopf werfen und über wichtige politische Themen oder über belanglose Themen wie die besten Chips-Geschmacksrichtungen diskutieren. Die Beleidigungen schaukeln sich dann ein wenig hoch, wobei der beleidigten Person darüber gesagt wird, dass es ja schließlich alles nur ein wenig “friendly banter” ist. Dies kann sich schnell zu echten Beleidigungen entwickeln und ist nur schwer einzuschätzen, wenn man kein Englisch-Muttersprachler ist – und selbst wenn doch, dann kann es schwierig sein. Teilnahme nur mit äußerster Vorsicht!

5. Sich selbst beleidigen

Englisch-Muttersprachler haben die lustige Angewohnheit, sich selbst zu beleidigen. “Oh, I’m such an idiot, I forgot my reusable shopping bags.” mag vielleicht etwas extrem klingen, oder? Es ist aber absolut normal. Meistens bleiben diese Beleidigungen im freundlichen Bereich, und ich kenne niemanden, der sich selbst “asshole” oder Schlimmeres genannt hat.

Jetzt kennst du also einige der besten englischen Beleidigungen. Achte aber bitte darauf, bei wem du sie verwendet – schließlich willst du die Leute ja nicht vor den Kopf stoßen.

Ich würde dir nicht empfehlen, deine Lingoda-Lehrkraft zu beleidigen, aber um wie ein echter Muttersprachler zu klingen, kannst du den Satz “I’m so silly, I forgot that word!” auf jeden Fall ausprobieren. Schau gerne auf unserer Webseite vorbei, um deine kostenlose Probewoche zu beginnen. Und übrigens: Du kannst außerdem noch Spanisch, Deutsch und Französisch bei uns lernen.

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