Wenn man eine Sprache lernt, ist es wichtig, zu verstehen, wie man Menschen richtig grüßt und anredet, ohne sie zu beleidigen oder zu verletzen. Das trifft besonders dann zu, wenn Sie die Sprache schon ein bisschen besser können und Gespräche oder Briefwechsel in einem professionellem Umfeld, wie zum Beispiel beruflich, führen müssen.

Französische Formulierungen

In der französischen Sprache können Gruß- und Anredeformeln für eine Menge Verwirrung sorgen, weil es so viele Varianten gibt, jede mit Situationen, in denen sie angemessen oder auch nicht sind. Doch wenn man diese in überschaubare Blöcke teilt, ist es möglich, sie relativ schnell zu lernen, damit Sie diese meistern können.

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Hallo und Auf Wiedersehen

Mit großer Wahrscheinlichkeit waren “Bonjour” und “Au revoir” die beiden ersten französischen Ausdrücke, die Sie gelernt haben, und das mit gutem Grund. Sie können in fast jeder Situation benutzt und sowohl als formell als auch als zwanglos angesehen werden. Aber es gibt vielleicht auch Momente, in denen Sie diese etwas abändern wollen oder Sie etwas anderes sagen müssen.

Die folgenden Ausdrücke können alle als potenzieller Ersatz für “Bonjour” dienen:

Bonsoir (Guten Abend/Gute Nacht) – Dies ist fast ein direkter Ersatz für “Bonjour”, da es ebenfalls sowohl formell als auch formlos genutzt werden kann. Allerdings sollte es erst am späteren Tag gebraucht werden.

Allô ? (Hallo?) – Dies ist die äquivalente Begrüßung zu “Hallo?”, wenn man ans Telefon geht. Es wird fast nie in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht benutzt. Im Grunde hört man damit nach, ob jemand am anderen Ende der Leitung ist.

Salut ! (Hi!) – Eine weit zwanglosere Art, “Hallo” zu sagen; Sie benutzen es am besten bei Menschen, die Sie oft sehen, wie guten Freunden, Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen mit ähnlichem Stand.

Ça va ? (Wie geht’s?) – Eine weitere formlose Grußformel, die aber nur engen Freunden oder Personen, mit denen Sie gleichberechtigt sind, vorbehalten werden sollte. Da hierbei gefragt wird, wie das Befinden der anderen Person ist, ist es wahrscheinlich, dass Sie so eine längere und detailliertere Rückmeldung als bei einem einfachen “Hallo” bekommen.

Die folgenden Ausdrücke gelten hingegen alle als potentieller Ersatz für “Au revoir”:

Bonne journée (Guten Tag) – Dies könnte verwirrend scheinen, da “Guten Tag” üblicherweise eine Begrüßung ist, doch “Bonne journée” kann als Äquivalent zu “Einen schönen Tag noch!” angesehen werden.

Bonne soirée (Guten Abend) – Wie Sie sicher schon vermuten, entspricht dies dem oben genannten Ausdruck, wird aber abends genutzt. Eine Variante davon wäre “bonne nuit”, was “Gute Nacht” bedeutet, aber ausschließlich gebraucht wird, wenn eine Person ins Bett geht.

Salut ! (Tschüss!) – Und es bleibt verwirrend, denn: Wenn “Salut!” am Ende einer Unterhaltung gebraucht wird, heißt es nicht mehr “Hi!”, sondern ist das Äquivalent zu “Tschüss”. Auch dieses Wort ist recht zwanglos und bleibt am besten Leuten vorbehalten, die Sie gut kennen oder häufig sehen.

À tout à l’heure ! (Bis später!) – Wenn Sie sich kurz von jemandem verabschieden wollen, aber erwarten, ihn oder sie später an diesem Tag noch einmal zu sehen, ist dies die perfekte Verabschiedung.

Die Art, wie Sie einen Kollegen oder Freund grüßen, kann sich von der Art, wie Sie jemanden begrüßen, bei dem Sie ein Vorstellungsgespräch haben, unterscheiden. Wenn Sie richtig lernen können, wann man diese Ausdrücke angemessen nutzt, wird Ihr Französisch sofort viel geschliffener klingen und Sie werden sich verschiedenen Situationen freier anpassen können.

Der Beginn eines Briefes

Eine Person von Angesicht zu Angesicht zu begrüßen ist eine Sache, aber wenn Sie einen Brief schreiben, sind ganz andere Gruß- und Anredeformeln angebracht. Das trifft insbesondere im beruflichen Umfeld zu oder wenn Sie einen offiziellen Brief oder eine Email an eine wichtige Person schreiben, bei der ein einfaches “Hallo” nicht ausreicht.

Die zwei Hauptformen der Anrede, die Sie brauchen werden, sind “Monsieur” (Sehr geehrter Herr” und “Madame” (Sehr geehrte Frau), die jeweils bei der Anrede von einem Mann bzw. einer Frau genutzt werden. Wenn Sie den Namen der Person kennen, sollten Sie diesen anhängen (z. B. Monsieur Max Mustermann, Madame Martina Musterfrau, und so weiter.)

Wenn Sie nicht sicher sind, an wen genau Sie schreiben, ist es am besten, mit der Anrede “Madame, Monsieur” (Sehr geehrte Damen und Herren) zu beginnen. Dies ist eine Standard Einleitung und wird unabhängig davon, ob sich der Empfänger als weiblich oder männlich herausstellt, benutzt.

Hier nun also typische, formelle Anreden in Briefen:

Monsieur (Sehr geehrter Herr) – Allgemeine Anrede, wenn einem Mann geschrieben wird.

Madame (Sehr geehrte Frau) – Allgemeine Anrede, wenn einer Frau geschrieben wird.

Madame, Monsieur (Sehr geehrte Damen und Herren) – Allgemeine Anrede, wenn das Geschlecht des Empfängers nicht bekannt ist.

Monsieur le Directeur (Sehr geehrter Herr Geschäftsführer) – Wird genutzt, wenn der Chef eines Unternehmens oder der Leiter einer Organisation angeschrieben wird.

Doch vielleicht schreiben Sie ja auch jemandem, der Ihnen viel näher steht, wie einem Freund oder einem Familienmitglied, und der Brief oder die Email soll dementsprechend überhaupt nicht förmlich sein. In solchen Situationen können Sie stattdessen die folgenden zwanglosen Anreden gebrauchen:

Cher Jonas (Lieber Jonas) – Eher zwanglose Anrede, wenn Sie und eine männliche Person sich mit dem Vornamen ansprechen.

Chère Janina (Liebe Janina) – Eher zwanglose Anrede, wenn Sie und eine weibliche Person sich mit dem Vornamen ansprechen.

Salut Jonas ! (Hi Jonas!) – Noch formloser, wird genutzt, wenn Sie mit Freunden oder der Familie sprechen.

Bonjour à tous ! (Hallo an alle!) – Zwanglos, wird verwendet, wenn Sie mehr als einer Person schreiben.

Coucou ! (Etwa: Hallihallo!) – Sehr informell, wird zwischen Freunden genutzt.

Recoucou ! (Hi nochmal!) – Sehr zwanglos, wird gebraucht, wenn bereits Nachrichten ausgetauscht wurden.

Wenn Sie sich entscheiden, welche dieser Begrüßungen Sie benutzen wollen, ist am wichtigsten, dass Sie bestimmen, welches Maß an Förmlichkeit angebracht ist. Falls Sie nicht sicher sind, nutzen Sie die formellere Anrede und richten Sie sich dann danach, wie man Ihnen antwortet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich jemand angegriffen fühlt, wenn Sie anfangs zu förmlich sind.

Learning a language at home

Das Beenden eines Briefes

Nur sehr wenige Dinge können so verwirrend sein wie der Abschied einer Email oder eines Briefes. Viele der typischen, französischen Verabschiedungen sind lang und irritieren sogar Muttersprachler. Dennoch ist es zwingend notwendig, dass Sie lernen, wie man einen Brief beendet, denn die Nutzung eines falschen Abschlusses kann Sie unprofessionell aussehen lassen oder gar den Empfänger verärgern.

Unten stehend bieten wir Ihnen Beispiele einiger formeller Brief- und Email-Endungen:

Veuillez recevoir, [in etwa: Sehr geehrte Dame oder Herr], mes salutations distinguées (in etwa: Mit freundlichen Grüßen) – Dies ist eine allgemeine, zwanglose Verabschiedung, die in den meisten Situation akzeptabel ist.

Je vous prie d’agréer, [in etwa: Sehr geehrte Dame oder Herr], l’expression de mes sentiments respectueux (in etwa: Mit freundlichen Grüßen) – Wie oben, wird aber verwendet, wenn Sie jemandem mit einer höheren Position als Ihre schreiben.

Veuillez agréer, [in etwa: Sehr geehrte Dame oder Herr], l’assurance de notre parfaite considération (in etwa: Mit freundlichen Grüßen) – Das Äquivalent zu obigem, wenn Sie jemandem mit einer niedrigeren Position als Ihre schreiben.

Je vous prie de croire, [in etwa: Sehr geehrte Dame oder Herr], à l’assurance de mes salutations distinguées (in etwa: Mit freundlichen Grüßen) – Eine weitere Variation, wird gebraucht, wenn Sie eine sehr wichtige Person anschreiben.

Cordialement (beste Grüße) – Repräsentiert eine Art Brücke zwischen formell und zwanglos, wird besonders in Emails gerne verwendet, insbesondere im beruflichen Umfeld.

Merci d’avance (Vielen Dank im Voraus) – Dies ist eine gute Endung für Ihren Brief, wenn dieser eher zwanglos ist und Sie nach etwas fragen oder bei etwas Hilfe benötigen. In extrem formellen Briefen sollten Sie diese Endung aber besser vermeiden, da sie ein wenig anmaßend ist und annimmt, dass Ihrer Anfrage Folge geleistet wird.

Natürlich ist eine formelle Verabschiedung nicht immer von Nöten und wenn Sie jemandem schreiben, den Sie gut kennen und der nicht zu Ihrem beruflichen Umfeld gehört, entscheiden Sie sich vielleicht dafür, eine der folgenden zwanglosen Endungen zu nutzen:

Amicalement (Liebe Grüße) – Wird normalerweise zwischen Freunden gebraucht.

Affectueusement (In Liebe) – Wird verwendet, wenn man Familienmitgliedern oder engen Freunden schreibt.

Gros bisous (Viele Küsschen) – Sehr zwanglos, wird bei Menschen verwendet, denen Sie sehr nahe stehen.

Bisous (Küsse) – Extrem leger, wird normalerweise in Emails oder Textnachrichten zwischen sehr engen Freunden genutzt. Es ist eher humoristischer Natur, ähnlich wie HDGDL (Hab dich ganz doll lieb) im Deutschen

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